"Power for Future" mit dem CSU-Ferienprogramm den erneuerbaren Energien auf der Spur


Rohr i.NB.  10.08.2015

Beim Ferienprogramm des Rohrer CSU-Ortsverbandes bauten 24 Kinder im Alter von 6-12 Jahren  unter dem Motto "Power for Future" wassertaugliche Solarboote aus Recyclingmaterial.

Zu Beginn erklärte der CSU-Ortsvorsitzende Siegfried Steinberger den Kindern anschaulich die Problematik der zu Ende gehenden Ressourcen herkömmlicher Energieträger und die bereits sichtbaren Auswirkungen des globalen Klimawandels.

Wie viel "kostenlose" Energie die Natur beherbergt erschlossen die Kinder anhand eines Umwelt-Puzzles: Wind, Sonne, Wasserkraft, Erdwärme und Biogas. In einer Versuchsreihe konnten die Kinder das theoretische Wissen sogleich praktisch erproben. In einem Sonnenkollektor wurde Wasser in einem Reagenzglas mit Hilfe der Sonne erhitzt. Die jungen Forscher notierten dabei die Messwerte im Verlauf des Nachmittags, sodass schließlich eine Wassererwärmung auf 45°C  vorgewiesen werden konnte. Dann wurden die Teilnehmer selbst zum Energieerzeuger. Mit einem Windradmodell und ihrer eigenen Puste brachten sie den Propeller zum Drehen, sodass Energie erzeugt wurde, die eine Lampe zum Leuchten brachte. Anschließend  bauten sich die Kinder eine eigene Biogasanlage um den Entstehungsprozess von Gas aus Bioabfällen selbst zu erproben.  Die  Energiewirte schnippelten dazu fleißig Küchenabfälle - Salat, Karotten- und Bananenschalen, vermischten diese mit Erde und Hefe und füllten die Mischung in eine Flasche. Dann wurde mit Wasser aufgegossen und ein Luftballon über die Flaschenöffnung gestülpt. Natürlich wussten die Kinder, dass es die Bakterien gerne dunkel und warm haben und packten die Biogasflasche in einen Behälter, damit die Bakterien die Biomasse fleißig zersetzen und ordentlich Gase "pupsen" konnten.

Bepackt mit Wissen, ging es an die Arbeit ein eigenes solarbetriebenes Boot aus Recyclingmaterial, wie Fischdosen, Karton und Strohhalm zu bauen, das mit bloßer Kraft der Sonne am Ende fahren sollte.

Zuerst mussten die Kinder den Bauplan lesen, dann die Teile ausmessen, auf den Karton übertragen und exakt ausschneiden. Die CSU-SolarBootbauexperten  Birgit und Eva Steinsdorfer, Martin Hagner, Lothar Steinsdorfer, Martin Wittmann sowie Sandra und Sigi Steinberger gaben exakte Anweisungen zum Ausschneiden und Zusammensetzen der Teile. Die Qualitätskontrolle wurde von jedem Kind mit dem "Soundcheck" vorgenommen. Der Motor musste paßgenau angebracht werden, sodass nichts am Bootsrand klemmte und andererseits nicht zu steil verlief um unnötigen Energieverlust zu vermeiden. Die kleine leicht zerbrechliche aber leistungsstarke Photovoltaik-Zelle, die Strom aus Licht produziert, musste an das Kabel des Motors geschraubt werden. Sogleich erwachte das Boot zum Leben und die Kinder staunten und freuten sich darüber. In der Endmontage bekamen die Boote eine Schiffsschraube, die vorher auf einem Strohhalm befestigt werden musste.

Dann war es soweit, der Praxistest im Planschbecken wurde durchgeführt und erste Wettrennen gestartet. Die "Großen" erkannten schnell, dass das Kürzen des Strohhalm höhere Geschwindigkeit bringt. Sogleich wurden einige Boote entsprechend auffrisiert. Am Ende fuhren 24 selbstgebaute Solarboote mit Kraft der Sonne um die Wette.

Stärken und Erfrischen konnten sich die Kinder zwischendurch bei Eis, Kuchen, Brezen und kühlen Getränken.

Es  wurde noch die selbstgebaute Biogasanlage inspiziert, wo der Aha-Effekt groß war, denn der Luftballon war schon kräftig mit Biogas gefüllt.

Zum Abschluss durften alle Kindern noch eine Runde im Elektroauto drehen, gesteuert von Lothar Steinsdorfer, dem Vorsitzenden des Arbeitskreis  Umwelt.
Ein rundum gelungener und nachhaltiger Umwelt-Nachmittag resümierten Veranstalter und Kinder! Schee war´s!

Die CSU bedankt sich ausdrücklich bei den Spendern und Sponsoren für die Unterstützung.
Vielen Dank!

Bilderserie: